BEVÖLKERUNG
Einpersonenhaushalte
Verschiedene
gesellschaftliche Phänomene haben eine Auswirkung auf die Haushaltsstruktur der Bevölkerung, so zum
Beispiel die durchschnittliche Ausbildungsdauer und damit verbunden der Zeitpunkt der Familiengründung
oder die Altersstruktur im Zusammenhang mit dem Anteil verwitweter Personen. Der Indikator kann auch
als Gradmesser gesellschaftlicher Individualisierungstendenzen und von Wohlstand gesehen werden. Grundsätzlich
beanspruchen Menschen in Einpersonenhaushalten mehr Wohnraum als Menschen in Mehrpersonenhaushalten,
was Auswirkungen auf wohnungspolitische und raumplanerische Entscheidungen hat.
Knapp
die Hälfte der Haushalte in Luzern mit nur einer Person
In Bern, Basel,
Genève, Zürich und Lausanne machen die Einpersonenhaushalte mehr als die Hälfte aller Haushalte aus.
In der Stadt Luzern gehören rund 48 Prozent aller Haushalte zu diesem Haushaltstyp. Der Anteil der Einpersonenhaushalte
nahm während der letzten Jahrzehnte stetig zu; im Jahr 1970 bestand noch nicht einmal jeder vierte Haushalt
in der Stadt Luzern aus nur einer Person. Am meisten Einpersonenhaushalte wurden um die Jahrtausendwende
in den Innenstadt-Quartieren Hirschmatt/Kleinstadt (67%) und Altstadt/Wey (66%) gezählt.
Im internationalen Vergleich fällt auf, dass insbesondere die bevölkerungsreicheren Schweizer Städte einen verhältnismässig hohen Anteil an Einpersonenhaushalten aufweisen. Den höchsten Anteil hat aber die schwedische Stadt Malmö mit rund 56 Prozent. Verhältnismässig selten sind Einpersonenhaushalte in den beiden englischen Städten Cambridge und Lincoln sowie in Plzen und in Brugge zu finden.
Im internationalen Vergleich fällt auf, dass insbesondere die bevölkerungsreicheren Schweizer Städte einen verhältnismässig hohen Anteil an Einpersonenhaushalten aufweisen. Den höchsten Anteil hat aber die schwedische Stadt Malmö mit rund 56 Prozent. Verhältnismässig selten sind Einpersonenhaushalte in den beiden englischen Städten Cambridge und Lincoln sowie in Plzen und in Brugge zu finden.