BEVÖLKERUNG

Gesamtquotient
Die Summe aus Jugend- und Altersquotient (Gesamtquotient) stellt ­ auf eine vereinfachte Art ­ das Verhältnis zwischen den wirtschaftlich abhängigen Personen und der potenziellen Erwerbsbevölkerung dar. Je höher der Gesamtquotient, desto höher ist in der Regel die Nachfrage nach öffentlichen Dienstleistungen und die Belastung der verschiedenen Sozialversicherungssysteme.
Auf vier Personen im Erwerbsalter kommen in Luzern ein Kind und ein Rentner/eine Rentnerin
Der Gesamtquotient variiert in den ausgewählten Städten zwischen knapp 50 Prozent in Zürich und 70 Prozent in Brescia. Einen hohen Gesamtquotienten weisen die Städte Brescia, Brugge und Modena aus, wo auf drei Personen im Erwerbsalter zwei Personen ausserhalb des Erwerbsalters kommen. In der Schweiz haben die Städte Lugano und Biel/Bienne mit über 60 Prozent den vergleichsweise höchsten Gesamtquotienten. Während der Quotient in Biel/Bienne auf einen gleichermassen überdurchschnittlichen Anteil älterer und jüngerer Menschen zurückzuführen ist, überwiegt in Lugano der Anteil der älteren Menschen. Ein Grund dafür könnte sein, dass das Tessin als "Sonnenstube der Schweiz" ein beliebter Alterswohnsitz ist. Kein Thema ist eine Überalterung in Luxembourg und Cambridge, wo zwei oder weniger 65-jährige oder ältere Personen auf zehn Personen im Erwerbsalter kommen.
Mit einem Gesamtquotienten von 55 Prozent findet sich Luzern im Mittelfeld des Städtevergleichs. Auf vier Personen im erwerbsfähigen Alter kommen je eine Person, die jünger als 20 Jahre ist, und eine, die dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung steht. Zwischen 2004 und 2008 ist der Gesamtquotient leicht gesunken. Das ist ein Hinweis darauf, dass im Zug des Bevölkerungswachstums der letzten Jahre vor allem Personen im Erwerbsalter nach Luzern gezogen sind.
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