ERWERBSLEBEN

Erwerbsquote
Die Erwerbsquote beziffert den Anteil der Bevölkerung, der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht; dies unabhängig davon, ob die Personen erwerbstätig oder erwerbslos sind. Damit wird eine Aussage gemacht zum Arbeitskräfteangebot auf dem Arbeitsmarkt sowie zur Bereitschaft und den Möglichkeiten von Personen im erwerbsfähigen Alter, einer Beschäftigung nachzugehen. Das Pensionsalter, das Ausbildungssystem, die persönliche Ausbildungsdauer und die Erwerbsbeteiligung der Frauen erklären zu grossen Teilen die Varianzen dieser Quote.
Hohe Erwerbsquoten in der Schweiz
In den Schweizer Vergleichsstädten beteiligen sich deutlich mehr Personen am Erwerbsleben als in den ausgewählten ausländischen Städten. Die Stadtluzerner Erwerbsquote liegt mit gut 80 Prozent etwas tiefer als jene von Zürich, Bern und Winterthur. Wichtigste Gründe für die hohe Erwerbsbeteiligung in der Schweiz sind das duale Bildungssystem, die relativ hohe Erwerbsbeteiligung der Frauen und das vergleichsweise hohe Renteneintrittsalter. Während die Erwerbsquote der Jungen zwischen 15 und 24 Jahren in den Deutschschweizer Städten zwischen 61 bis 71 Prozent beträgt, liegt sie in den Städten der lateinischen Schweiz, wo häufiger der gymnasiale Bildungsweg gewählt wird, bei gut 50 Prozent. Die Stadt Luzern weist mit 68 Prozent nach Winterthur die zweithöchste Jugenderwerbsquote aus, dicht gefolgt von Bern und Zürich. Die geringste Erwerbsbeteiligung von Jungen unter den Vergleichsstädten zeigt sich in den französischen Städten Reims und Tours mit 24 Prozent und Dijon mit 22 Prozent.
In der Deutschschweiz sind Personen, die älter als 54 Jahre sind, häufiger arbeitstätig als in der West- und Südschweiz. Die bezüglich Erwerbstätigkeit aktivste ältere Bevölkerung wohnt aber mit einer Quote von 70 Prozent in Bergen; dies erklärt auch die hohe Positionierung der Stadt im Städtevergleich.
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